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Saisonabschlussfahrt 2009 der ASV-Frauenmannschaft

ASV-Frauen im Rosenheimer Land - Das Experiment

 

  Man nehme:

eine Horde Pfälzer Fußballerinnen, stecke sie in einen Bus - gut geeignet ist zum Beispiel der der Matratzenfabrik Stein - und liefere sie dann in einer Ferienwohnung ab, in der sie vier Tage und drei Nächte lang auf sich allein gestellt sind.

   Was kommt dabei raus?

Das wusste keiner so recht, als wir uns am Pfingstfreitag auf den Weg Richtung Chiemsee machten.

Im Gepäck: Töpfe, Salatschüsseln und jede Menge Vorrat. Schließlich wollten wir einerseits kochen und andererseits auch nicht verhungern. Am ersten Abend vertrauten wir deshalb der heimischen Küche. Wildgulasch und naturtrübes Bier - unschlagbar.

Für die Verpflegung am nächsten Morgen sorgte der Trainer:
Er lieferte Brötchen ab und verschwand dann wieder. Er hatte sich sicherheitshalber mit seiner Familie nebenan ein Zimmer genommen, mit Frühstück.

Ein Buffet gab's bei uns zwar nicht, aber einen Kaffeekocher (Thomas), eine Kehrbeauftragte (Mareike), eine Marmeladenlieferantin (Selina), eine Nutellaexpertin (Sonja), eine Abspülerin (Claudia), eine Abräumerin (Maria), eine Unterhalterin (Christina) und eine Tänzerin (Sabrina), doch dazu später mehr.

Das Experiment ging in die nächste Phase.

Was hat das Experiment gezeigt, außer dass Fußballerinnen vielseitig begabt sind, kochen, tanzen, E-Gitarre spielen und viel Spaß haben können?

Dass sie auch ohne fremde Hilfe vier Tage überleben, dass eine ASV-WG gut funktionieren würde, dass Lemon-Kaugummis irgendwas in sich haben, was bestimmt noch verboten wird, dass Bayern zwar nicht die Pfalz aber auch ganz schön ist, und dass sich da die Richtigen gesucht und gefunden haben:

Sonja ("Siehste mal."), Christina (übelst lustig), Mareike (die Koch), Sabrina (die Tänzerin), Selina (an der Gitarre), Claudia (Kniffelkönigin) und Maria (die Übersetzerin).

Danke an den Trainer für die Brötchen - Danke an Selina und Herrn Stein für die genialen T-Shirts (die wir zum Glück auf dem Chiemsee nicht angehabt haben, sonst hätte man uns identifizieren können) - Danke an Gerlinde fürs Verpflegungsgeld und an alle, die dabei waren, fürs gelungene Experiment (huzl).

 

 

Was passiert, wenn man den Fußballerinnen Kultur bietet?

Auf dem Programm stand eine Stadtführung in Rosenheim. Sie war als Abenteuergeschichte getarnt.
"Auf den Spuren der Rosenheim-Cops", lautete der Arbeitstitel.Die Älteren unter uns kannten die Serie mit den lustigen Polizisten aus Rosenheim, die nicht nur wegen ihres Dialekts sondern auch wegen ungewöhnlicher Methoden auffallen. Die Führung führte an ihre Drehorte, zur Polizei, die eigentlich das Rathaus ist und für die Dreharbeiten immer umdekoriert wird, zum Justizgebäude, zum Fitnesscenter, das eigentlich ein Modeladen ist, zur Polizistenstammkneipe, zum Wassergraben, in den "bald mal einer reinfahren wird", wie der Stadtführer hinter vorgehaltener Hand verriet. So viel Wissensdurst macht natürlich hungrig. Wir verließen uns auf einheimische Küche und wurden nicht enttäuscht.

 

 

Nach einem Stadtbummel ging es mit neuen Sonnenbrillen, Schienbeinschonern, Stutzen und einem CSU-Fußball im Kofferraum zurück ins Ferienhäuschen, vor dem Esel, Hasen, Schweine

und die anderen Tiere des Streichelzoos s

ehnsüchtig und umsonst darauf warteten,

gestreichelt zu werden.

 

 

 

  

 

 

 

 

 

 

                                                                        

IMG_7473-1200px.JPG

Eine Inselrundfahrt auf dem Chiemsee stand auf dem Programm. Sonnenbrand gab's gratis dazu.

Zur Führung mit der gebildeten König-Ludwig-Expertin Christina. Sie sorgte auf der Insel auch fürs Unterhaltungsprogramm, nicht nur für die Fußballerinnen. Sie unterhielt auf dem Weg zwischen Schloss und Schiff alle Gäste im Umkreis von zehn Quadratmetern:
Sie sang.

Am Ende wurden wir für Ministranten auf Wallfahrt gehalten...

 

Am Abend war
E-Gitarre-Spielen angesagt (Selina hatte eine dabei) und Tanzen.
Ein paar Fußballerinnen wollten testen, ob sie das Zeug zur Garde haben. Gardetänzerin Christina testete Ex-Balletttänzerin Sabrina bis zu deren Erschöpfung und lud sie am Ende zum nächsten Training ein.  

Sonja fiel vor allem vor dem Schloss auf. Nicht nur, weil sie so gut posen, sondern auch, weil sie so hoch springen kann. Aber da sagen die Bilder mehr als tausend Worte...

 

Es stand Relaxen auf dem Programm und - Kochen.
Die Koch - Mareike - zauberte mit Hilfe ihrer Assistentinnen ein feudales Spagettimenü.
Die WG-Besatzung schlemmte, und als sich keiner mehr bewegen konnte, war immer noch was übrig. Regungslos lagen Feldspielerinnen und Torwart auf den Bänken und hielten sich sie die Bäuche.
 

Was tun?

Kalorien verbrennen! Pokalendspiel lautete das Geheimrezept. Und der Sport half. Und Green Lemon. Und Gummibärchen. Und Lachen. Und Frühstücken mit frischen Brötchen. Und Schiffchenfahren.

 

Bänken und hielten sich die Bäuche.

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